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Banana City

 

Golfito hat eine relativ junge Geschichte, die zurück geht auf den Anfang der 40-er Jahre. Bis zur Vertragsunterzeichnung der United Fruit Company im Jahr 1938 war die ruhige Bucht umgeben von bergigem Dschungel, eigentlich unbewohnt.

 

Ausgewählt wurde der Ort wegen den guten Bedingungen einen Hafen und den Verwaltungssitz der Bananen Companie zu bauen.

Es kam zu erheblichen Veränderungen im Jahr 1939 und in den Folgejahren mit dem Bau von Hafen, Bahn und Siedlungen die damit den Grundstein für diese „Banana City“ legten.

 

Der Bananen Anbau in Costa Rica begann Ende des neunzehnten Jahrhunderts, nach dem Bau der Eisenbahn an den Atlantik. Limon war die erste Provinz die unter dem Monopol der UFC Bananen Plantagen anlegte.

Da die Landflächen knapp wurden und durch die Bananenkrankheiten Panama und Sigatoka war die Produktion in den 20er- bis 30er Jahren stark rückgängig. Das Hauptinteresse der Monopole war jedoch die Produktion an den Pazifik auszuweiten, um den Marktzugang an der Westküste der USA zu schaffen und gewinnbringender zu erobern.

 

Nachdem im Jahr 1930 der Vertrag unterschrieben wurde, begann vier Jahre später in der Gegend um Quepos bereits die Produktion. Nach der Vertragsunterzeichnung, 1938, expandierte die Produktion in den sogenannten Pacifico Sur mit Verwaltungssitz in Golfito.

Golfito wurde mit der Tätigkeit der Bananen Company in der Region Südpazifik geboren. Wegen den idealen Verhältnissen, von natürlichem Hafen und strategischer Lage, (die Nähe zu den Bananenplantagen in Panama) wurde hier der Standort von Verwaltung und Werkstätten errichtet.

Laut Vertrag musste die Company innerhalb von 5 Jahren, die Hafenanlagen, Docks, Leuchttürme und Bojen fertigstellen. Diese wurden dann durch die Company betrieben und verwaltet während der Laufzeit des Vertrages. Die Company verpflichtete sich die Gegend mit Schienennetz, Hafen und der gesamten Infrastruktur zu erschließen.

Das Unternehmen plante und gestaltete eine städtische, räumliche Verteilung die der Topographie angepasst war, mit eingeebneten Terrassen und einer zur Küste parallel verlaufenden Straße.

Dies kontrastiert mit dem städtischen Gittermuster, das vorwiegend im Rest des Landes anzutreffen ist. Der unterzeichnete Vertrag hatte eine Laufzeit von 50 Jahren und endete im Jahr 1988, jedoch verließ die Company auf Grund von Streiks um Lohnforderungen und soziale Verbesserungen die Gegend bereits 1984.

 

Die Gestaltung der verschiedenen Entwürfe für die Konstruktionen der Verwaltungsgebäude, Häuser für die Arbeiter, abgestuft in, für Landarbeiter, Büroleute, Administrations Personal und Angestellte in höheren Positionen wurde im Hauptsitz der Companie in den USA geplant.

So waren in der „Zona americana“, wie sie später bezeichnet wurde, die weiträumig auseinander liegenden Häuser mit großflächigen Grünflachen und tropischen Gärten nach Muster von anderen UFC Städten (UFC : United Fruit Company) angelegt. Die Straßen wurden gepflastert und kurvenreich gestaltet. Die Häuser im britischen Kolonialstil erbaut, waren weiß und in hellen Tönen gestrichen und so eigentlich leicht erkennbar, als UFC Villen.

 

Das ausgewählte Gebiet war nur bergiges Gelände mit dichtem Regenwald, wo, zu diesem Zeitpunkt, nur drei Familien im geschützten Golf lebten. Das Gelände musste gesprengt, aufgefüllt und planiert werden, um Flächen für die entstehenden Häuser der Stadt zu schaffen.

Zur gleichen Zeit wurden die Eisenbahnlinie zu den Plantagen, der Verladehafen und auch die Werkstätten gebaut. Während des Baus der notwendigen Gebäude, entstanden entlang der Eisenbahnstrecke Strohhütten und einfache Holzbauten, wo die jeweiligen Bauarbeiter in Gruppen hausten.

 

Im Juli 1941 qualifizierte sich Golfito als anerkannter Handelshafen. Im gleichen Jahr konnte die Eisenbahnstrecke Palmar-Golfito mit einer Länge von 87.7km, den Betrieb aufnehmen. Für die Aktivitäten der Bauarbeiten sowie für die Plantagen strömten tausende Arbeiter aus allen Ecken des Landes und auch Ausländer vor allem Nicaraguaner in den Süden. 1950 wohnten ca. 4500 Einwohner im Kanton Golfito, davon 98% Immigranten.

Natürlich war das Hauptziel, möglichst schnell Bananen zu exportieren. Die provisorischen Behausungen der Arbeiter wurden bald ersetzt durch zweckmässige Baracken die „Grauzone“ genannt wurde. Die Büros und Werkstätten wurden im Zuge der Entwicklung, je nach Bedarf, schnell errichtet. Viele Baustoffe der Company kamen aus Puerto Castilla, Honduras. Dort wurde zur gleichen Zeit die Infrastruktur abgerissen, weil die Plantagen durch die „Panama- Krankheit“ vernichtet wurden. Vor allem Stahlkonstruktionen, Eisenbahnschienen wie auch Maschinen fanden so den Weg nach Golfito.

Ebenfalls kam viel Bauholz vor allem „Pino negro“ aus Honduras. Ebenfalls kam präpariertes Holz aus Alabama, das für die rauen Tropenbedingungen geeignet war.

 

Golfito war vom Anfang an in drei klar definierte Wohngebiete aufgeteilt, die synchron gebaut wurden. Die Wohnhäuser kennzeichneten sich trotz der grossen Unterschiede in Grösse, Verteilung und Dienstleistungen durch zweistöckige mit Zink Dach versehene Holzkonstruktionen. Die Bevölkerungsdichte in diesen 3 Sektoren war extrem unterschiedlich.

Im Arbeiterviertel, graue Zone genannt, waren die kleinen Häuser in zwei Einheiten mit spärlichen Grünflächen aufgeteilt.

In der „Zona americana“, wo die Fach- und Führungskräfte wohnten kennzeichneten harmonisch arrangierte Häuser mit umfangreicher Landschaftsgestaltung mit gepflegten Gärten die Szene. Auch wenn es keine exakten Daten gibt, kann man sagen, dass die Bauarbeiten im Jahr 1945 in der Zona blanca und Zona amarilla zum grössten Teil abgeschlossen waren. Einige später errichtete Häuser, die das Unternehmen geplant hatte, veränderten das Stadtbild nicht wesentlich.

Die graue Zone hatte die meisten Veränderungen in dieser Zeit, Grund war, den Arbeitern ein Minimum an Verbesserung der Lebensqualität und sozialen Verbesserungen zukommen zu lassen.

 

Nachträglich ein paar Merkmale über diese 3 Zonen der „Bananen City“

 

Zona americana heute auch Barrio Alamedas genannt, war die weisse Zone benannt nach der Farbe der Häuser. Hier wohnten höhere Angestellte der Company, grösstenteils Amerikaner. In dieser Zone sind die Häuser grösser, im ersten Stock gibt es 3 grosse Schlafzimmer, Küche, Essraum und einen Gang mit 2 Eingängen. Im Erdgeschoss befindet sich ein Angestelltenzimmer, Waschküche und der Garagen Platz. Charakteristisch für diese grosszügig gestalteten Holzhäuser, viele mit Gage geschützte Fenster, Frei und Grünflächen die durch das Unternehmen unterhalten wurden, das trifft auch zu für die Instandhaltung der Häuser. Bemerkenswert ist, es gab keine Zäune zwischen den einzelnen Grundstücken.

So gab es sehr starke Kontraste zwischen den drei Zonen der “Bannen City“ die schon frühzeitig zu kleinen Reibereien und Unzufriedenheit unter den Bananenarbeitern führte. Die Gestaltung der “Zona Americana” von Golfito sind Beweis für die Gegensätzlichkeit zwischen der “Zona Amarilla” mit ihrer tropischen Üppigkeit die hinreicht bis zur stickigen Hitze in der “Zona Gris” dem Arbeiterviertel der Bananenarbeiter. Zu den Annehmlichkeiten und natürlich exklusiver Nutzung der weissen Zone gehörten auch Swimmingpools mit Freiflächen für Picknick, Golfplatz, Kino und Klubs für soziale Aktivitäten für die Angestellten. Ebenfalls gehörte eine Art Einkaufszentrum dazu. Nicht in der weissen Zone wohnende Einwohner benötigten einen Passierschein um dort einkaufen zu können.

 

Zona amarilla genannt nach den gelben Häuser, später auch Barrio Parroquial getauft, weil hier die von Franziskaner geleitete katholische Kirche ihren Einfluss hatte. Hier befand sich auch das Krankenhaus, die Bürogebäude der Company und einige Werkstätten die im Zusammenhang mit dem Betrieb des Krankenhauses benötigt wurden, wie Wäscherei, Tischlerei und orthopädische Werkstatt. Der Zutritt zur gelben Zone war ebenfalls streng limitiert. Für den Zutritt oder zum Besuch des Krankenhauses war ein spezieller Passierschein erforderlich, der beim Wachhäuschen am Eingang kontrolliert wurde. Diese Restriktionen wurden auf Intervention der Regierung von Costa Rica und mit der Schaffung einer Oberschule am nördlichen Ende der Stadt, Ende der 50 ger Jahre abgeschafft.

 

Zona gris Auch diese Zone wurde nach der Farbe der Häuser benannt und lag gegenüber vom Hafen mit seinen Werkstätten. In diesem später auch „Barrio Bella Vista“ genannten Ortsteil, gab es den Club Latino für Tanzveranstaltungen, soziale Treffen und Feste für die Arbeiter, nebst einem Fussballplatz und einem Einkaufsladen „Comisariato“ genannt. Hier befanden sich auch die Baracken für Einzelstehende in 6, 8, und 12er Schlafsälen. Es gab eine gemeinsame Küche. Die batterieförmig angelegten Toiletten lagen jeweils hinter diesen Baracken. Vielfach wurden auch Familien in diesen Baracken untergebracht, weil zu wenige Häuser zur Verfügung standen.

Der Strom reichte nur für ein paar Glühbirnen. Die Grünflächen und öffentliche Plätze waren im Gegensatz zur weissen Zone sehr begrenzt. Dem entsprechend waren auch die Wohnflächen für die hier ansässigen Familien ziemlich klein, sie entsprachen gerade mal den Minimalanforderungen zum Wohnen. So war es auch mit den Löhnen und der sozialen Versorgung der Plantagenarbeiter.

Die schlechte Wohnsituation änderte sich dann in dann 60-er Jahren, nachdem sich die Gewerkschaft mit einigen Forderungen zur Verbesserung der Lebenssituation durchsetzte. Die Baracken verwandelten sich allmählich in Wohnungen für alleinstehende. Es entstanden auch die sogenannten Zwillingshäuser, die für zwei Familien ausgelegt waren. Diese hatten zwei kleine Schlafzimmer im Obergeschoss, während sich das Bad Küche und auch die Waschküche im Untergeschoss befand. Die Grünzonen verringerten sich jedoch durch diese Umbauten nochmals erheblich.

 

In der gleichen Zeit wurden weitere Häuser bei Kilometer 1 gebaut, dieses Viertel hiess dann „Bolsa“. Diese Häuser wurden im Stil der grauen Zone erbaut und wurden mehrheitlich von den Arbeitern am Hafen und den Werkstätten bewohnt.

 Nur wurden hier weitere Grünflächen zwischen den Gebäuden reduziert, um eine grössere Dichte an Wohnungen zu schaffen.

Im Generellen muss gesagt werden, dass die Bananen Companie das Interesse hatte die Bananen City harmonisch zu gestalten aber mit wenig Erfolg. Während den beinahe 50 Jahren, in denen die Companie Besitzer dieser Stadt war, wurde darauf geachtet, auch die neueren Gebäude im gleichen Baustil einzupassen.

Trotz der grossen Kontraste und der Lebensweise in den einzelnen Zonen passte sich der Baustil mit viel Holz sehr gut der landschaftlichen Umgebung von Golfito an.

Als alleiniger Eigentümer hatte die Companie die Macht zur Planung und Gestaltung der urbanen Landschaft. Die Wartungsarbeiten an den Gebäuden und Strassen, wie auch die Pflegearbeiten der vielen Gärten wurden durch die Companie durchgeführt. Das betrifft auch die Instandhaltung und Erneuerungsarbeiten an den Häusern in der grauen Zone.

Im ganzen Zeitraum der Companie wurde alles in sehr gutem Zustand gehalten. Nach dem Abgange der Companie im Jahre 1985, geriet die Zone in eine extreme Wirtschaftskrise.

So kam es zum Bau der Freihandelszone Golfito, die die Gegend wieder beleben sollte. Die im schönen Baustil erbauten Companie Häuser und Gebäude, die nun in Händen von verschiedenen Eigentümern waren nun über einen langen Zeitraum dem Verfall preisgegeben. Anbauten aus Beton, Gitter vor den Fenster und die Einzäunung der Grundstücke veränderten das Bild von Golfito.

In den letzten Jahren sieht man jedoch vermehrt Renovationen die die Architektur der Companie schön hervorheben.

 

Pueblo Civil: Die Geburt und das damit einhergehende Wachstum der „Bananen Stadt“, Golfito-Pueblo Civil, hängt eng mit der Entwicklung und Ausbau der Bananen-Company zusammen.

Mit der immer stärkeren Ausdehnung der UFC (United Fruit Company) wurden mehr und mehr qualifizierte Arbeitskräfte und Dienstleistungen für die in der Company Beschäftigten benötigt. Hier erwähnt seien nur einige, wie Schneider, Schuhmacher, Kaufleute, Köche, Kellner, kleine Händler und mehr.

Es musste ein eigenständiger Sektor für Dienstleistungen und Rekreation geschaffen werden, der den täglichen Bedarf an lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen sowie Freizeitgestaltung der Company Angestellten und Arbeiter voll in der Lage war abzudecken.

Die ständig steigende Zahl der Arbeiter und Angestellten und dem damit unweigerlich verbunden Zuzug von Dienstleistungspersonal machte somit die Gründung eines neuen Stadtviertels mit Infrastruktur notwendig.

So wurde 1940 das so genannte “ Pueblo Civil „ geboren. In den Anfängen ihrer Gründung war das „Pueblo Civil“ eine eigenständige in sich abgeschlossene Bevölkerungsgruppe ohne enge Bindung zur Banen Company.

Die Gründung wurde aber am Anfang dem Selbstlauf überlassen. Häuser wurden nach Bedarf und ohne Kontrolle gebaut und wieder abgerissen. Wohnungen wurden vermietet und untervermietet, kleine Grundstücke zum Erwerb angeboten, verkauft und weiter verkauft.

Für die Entstehung des „Pueblo Civil“ gab es keine Städteplanung sowie keine Planung für die Infrastruktur, wie Trinkwasser und Abwasserversorgung. Das“ Pueblo Civil“ war in den Anfängen durch ein ständiges Kommen und Gehen von Immigranten gekennzeichnet, die entweder von Nicaragua, Panama oder von der Atlantikküste kamen.

Es kann somit gesagt werden dass das „Pueblo Civil“ aus Zwang zur Notwendigkeit aus dem Nichts entstand. Im August 1940, wurde auf Grund dieser Notwendigkeit, einer Kontrolle zur Entwicklung des Stadtteils einzuführen, von der Provinzregierung die strikte Durchsetzung und Kontrolle des Dekrets Nr. 133 vom 22. Juli 1938 festgestellt.

Das Dekret beinhaltete die Legalisierung der Gründung einer Dienstleistungszone mit der zur Verfügung Stellung von Grundbesitz des Staates ca. 2 Kilometer ausserhalb der “Zona Bananera“. Das Terrain umfasste 100 Hektar und konnte von den zugezogenen Immigranten gepachtet oder gekauft werden. Mit dem Dekret wurde ebenfalls die Grundlage für die Legalisierung der Installation einer Trinkwasserversorgung gelegt. Aber die Umsetzung der in diesem Dekret festgelegten Punkte liess auf Grund von Inkompetenz zu wünschen übrig.

1944 wurde eine Art Wohnungsbaugesellschaft gegründet mit dem Ziel die immer noch herrschende Wohnungsknappheit zu lösen und den „wilden und unkontrollierten Bau“ von Wohneinrichtungen in den Griff zu bekommen, aber nur mit mässigem Erfolg.

Kurze Zeit später wurden mit Hilfe der Zentralregierung, der UFC und der lokalen Provinzregierung 2 Pakete von Investitionen geschnürt um eine sichtbare Verbesserung der Wohnungs- Situation, nicht nur im „Pueblo Civil“ sondern in ganz Golfito zu erreichen.

Frühere Lösungen über ein „Hosting-Unternehmen“ und andere Lösungsvarianten waren fehlgeschlagen und immer wieder durch Korruption und Grundstücksspekulationen gekennzeichnet. So waren Erfolge in den Anfangsjahren der Gründung des Stadtviertels mager, aber mit dem Pioniergeist seiner neuen Bewohner und viel Eigeninitiative wurde Stück für Stück die Gestaltung des „Pueblo Civil“ vorangetrieben.

Das Wichtigste bei der Verwirklichung dieses Wohnungsbauprogramms war, den Slum Charakter vom “ Pueblo Civil“ zu eliminieren. Diejenigen die es schafften im Dienstleistungssektor der „Grau Zone“ (Name eines Stadtteils von Golfito, unter Führung der UFC) Fuss zu fassen, wurden oft aus der „Grau Zone“ wieder vertrieben und mussten ins „Pueblo Civil“ zurückkehren.

Alternativen gab es nicht viele, ausser aufgeben und in eine andere Gegend ziehen oder das Geschäft ausserhalb der UFC-Zone von neuem beginnen. Trotz des enormen Bedarfs an Dienstleistungen erlaubte die UFC nicht die Ansiedlung ambulanter Händler und Handwerker in der „Zona Americana“.

Dieses Problem war eigentlich ein administratives Problem. Kompetenzgerangel, Finanz und Abstimmungsprobleme, der Mangel an Ressourcen und nicht zuletzt der akute Wohnraummangel und der Mangel an öffentlichen und gewerblichen Gebäuden um nur einige zu nennen, waren Stolpersteine zwischen den jeweiligen Verantwortlichen, wie Stadtrat, Provinzregierung und der Exekutive der UFC. In einem Kraftakt wurde 1948 vom Rat der Stadt Golfito mit finanzieller Unterstützung und Materialien der UFC sowie der Unterstützung durch die Zentral Regierung eine Generalsanierung und Bebauung des“ Pueblo Civil“ durchgesetzt.

Dazu gehörten die Installation einer Trink und Abwasser- Versorgung, die Begradigung der Häuserzeilen, Strassenbau und Reparatur, Elektroinstallation, der Bau einiger Bootsanlegestellen, und Kanalisation.

Zu diesem Zeitpunkt war die Wohnungsnot in Golfito bereits alarmierend. Und wiederum waren bürokratische Hürden für den nur mässigen Erfolg verantwortlich. Bei der Durchsetzung all dieser genannten Aktivitäten die, muss man zugestehen eine grosse Verbesserung der Lebensbedingungen im „Pueblo Civil“ darstellten, kam der Wohnungsbau wieder einmal zu kurz. 1951-52 wurde auf Eigeninitiative der Bewohner vom“ Pueblo Civil“, der lokalen Kirchengemeinde, durchgeführte Lotterien, dem Rat der Stadt sowie kleineren Unternehmen weitere Verbesserungen im“ Pueblo Civil“ erreicht.

 

Mit der Zeit wurden mehr und mehr Häuser instand gesetzt bzw. gebaut und veränderte das Aussehen vom „Pueblo Civil“, ohne aber die generelle Wohnungsnot in Golfito signifikant zu lindern. Das geschah erst mit der Schaffung zweier weiterer Wohnviertel im Jahr 1958, eins am nördlichen Ende von Golfito hinter der „Zona Americana“, im gleichen Atemzug mit der Konstruktion einer Oberschule, nach dem die UFC die Restriktionen für ihr Territorium auf Protest der Regierung von Costa Rica endgültig aufgab und ein zweites Wohnviertel 2 Kilometer in südliche Richtung vom „Pueblo Civil“.

 

Heute befinden sich im “Pueblo Civil“ in erster Linie kommerzielle Einrichtungen Bars Restaurants und Dienstleistungseinrichtungen. Seit 2010 verschwinden mehr und mehr die charakteristischen Holzgebäude und werden durch moderne Betonkonstruktionen ersetzt, meistens aus privater Initiative. Geldmangel und Korruption verhindern hier immer noch eine Modernisierung der Infrastruktur sowie der gesamten Gebäudestruktur von Golfito.